Postwagen MKB 31 (Köl 6189)

Der Postwagen der Gattung Post 2a/14 kam im Jahre 1984 als zweites Fahrzeug (nach der Kleinlok Kö 0128) in den Bestand der MKB.
Die Wagen der Gattung Post 2a/14 wurden ursprünglich als Universalwagen auf Strecken mit relativ geringem Frachtaufkommen (Nebenstrecken) entworfen und liefen vorrangig in Personen- und Eilzügen mit. Die Gattungsbezeichung kennzeichnet sie als zweiachsige Allesbahnpostwagen (für Brief- und Paketpost) mit 14 m Wagenkastenlänge.
Der Innenraum war unterteilt in ein Packabteil (zum Lagern von Postsäcken und -behältern) und ein Sortierabteil, in dem während der Fahrt die Post bearbeitet wurde. Hierzu erhielt der Wagen einen Aussacktisch und Sortierfächer.

Wie es im Bahnpostdienst zuging, können Sie der Reportage von Heinrich Dröge entnehmen, die Sie auf der Jubiläumsseite "35 Jahre MKB" finden.

Firma TALBOT in Aachen baute von diesen Wagen in den Jahren 1954/1955 insgesamt 254 Exemplare. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit betrug 100 km/h. Zur Verbesserung der Laufruhe diente eine besondere Abfederung durch Blatt- und Spiralfedern.
Im Zugverband waren die Wagen durch Dampf oder elektrisch beheizbar, zusätzlich erhielten sie einen Ofen (zur Heizung während des Stilllagers) sowie eine Toilette.
Da die museumsgerechte Aufarbeitung des Wagens nicht sinnvoll erschien, fand er im Dezember 2001 seine "letzte Ruhe" hinter der neu aufgebauten Laderampe und dient jetzt als Aufenthalts- und Schlafwagen. (Näheres zu dieser Aktion siehe mkb-aktuell Nr. 17)

Vor dem Verschub an den endgültigen Aufstellungsort

 
Winterstimmung nach Fertigstellung der Rampe