MKB — 35 Jahre rechtsfähiger Verein (1982 - 2017)

Die AG Märkische Kleinbahn wurde im Mai 1981 gegründet und 1982 als rechts­fähiger Verein in das Vereins­register des Amts­gerichts Char­lotten­burg ein­getragen.

Die Mitgliederzahl schwankte in den vergangenen Jahren mit einer gewissen Bandbreite, heute sind es ein reichliches Dutzend Vollmitglieder. Daneben gibt es die zur Zeit etwa fünfzig "passiven" Mitglieder, die den "Freundeskreis der MKB" bilden, eine wesentliche Stütze unserer Arbeit. Denn ohne die Beiträge und Spenden der Fördermitglieder wäre die erfolgreiche Arbeit der MKB in der gewohnten Form nicht möglich.
Wenn Sie auch dabeisein möchten: Füllen Sie einfach die  Beitrittserklärung aus.

Wir wollen hier einige spezielle Aspekte aus der alten Zeit der MKB noch einmal aufleben lassen.

 •  Wie alles begann... 

Die Initialzündung zum Entstehen unserer Arbeitsgemeinschaft bildete eine Dampfzug-Sonderfahrt nach Karow in Mecklenburg, die unsere spä­teren Gründungs­mit­glieder am 9. Mai 1981 als erste "west­liche" Be­su­cher­gruppe zu­sam­men mit dem Deutschen Modell­bahn­verband der DDR unter­nahmen.

Lesen Sie hier unseren Bericht, der zuerst 1987 im "Schönower Boten" und 2011 noch einmal in "mkb-aktuell" Nr. 43 erschienen ist:

Für viele der eisenbahnbegeisterten Früh­aufsteher dieses 9. Mai 1981 war es das erste Mal, dass sich die Möglichkeit zur hautnahen Begegnung mit der Dampflok­romantik bot, hatten sie doch entweder das Ende der Dampflok­zeit bei der Deutschen Bundesbahn verschlafen oder den Kontakt mit der Dampflok als Kindheits­erlebnis nur am Rande und kaum bewusst erlebt....

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In der Anfangszeit unserer Arbeitsgemeinschaft blieb es jahre­lang eine der Haupt­aktivi­täten, Stu­dien­fahrten in verschie­dene Direktions­bezirke der Deutschen Reichs­bahn zu unternehmen, um mit Dampfzügen zu reisen und Dampfloko­motiven in Aktion zu erleben.
Eine dieser Fahrten führte uns am 30. Juli 1981 in das Bahnbetriebswerk Görlitz.

Auch dieser Bericht erschien 1987 im ersten Band des "Schönower Boten":

Zu den Paradepferden der Deutschen Reichsbahn gehörten sie seit je, die schnellen Renner der Baureihe 03.
Von 1930 bis 1981 (abgesehen von der betriebsfähig gehaltenen Tra­ditions­loko­motive 03 001) immerhin ein halbes Jahrhundert auf Deutschlands Schie­nen — das ist für Eisen­bahn­fahr­zeuge von heute recht un­üblich bzw. von vorn­herein nicht vorge­sehen.
So war es durchaus nicht unangemessen, die Ausmusterung der letzten Maschine dieser Baureihe mit einem kleinen Festakt zu würdigen...

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... Bildserie hierzu im Bilderbogen ansehen

 •  Seinerzeit zur Reichsbahnzeit... 

Die erste Dampfzug-Sonderfahrt, die wir ausschließlich für Mitglieder und Freunde der MKB veranstalteten, führte uns am 29. Au­gust 1982 nach Rheinsberg. Eine Fotoserie hierzu gibt es im Bilderbogen.

Weitere Bilder und Notizen von Sonderfahrten der MKB, die uns in den Jahren ab 1981 in das Gebiet der damaligen DDR führten, hat Gerd Böhmer zusammengestellt:

 •   2. April 1983 - Reise nach Gedser
 •   29. Mai 1983 - Reise nach Templin

Übrigens ... die in den beiden Beiträgen von Gerd Böhmer abgebildeten Original-Zugl­auf­schilder (echt gelaufen) können Sie erwerben - schreiben Sie uns !

Zu Reichsbahnzeiten war noch Vieles möglich, was heute nicht mehr vorstellbar ist... Schauen Sie sich hierzu die Fotos in unserem Bilderbogen an:

 Unterwegs zum Wriezener Bahnhof

 Unterwegs in Brandenburg

 Auf Reisen mit 38 1182

 •  Die Lokomotive "Kö 0128"

Als die MKB im Mai 1981 gegründet worden war, hatten wir ja gleichzeitig den Beschluss gefasst, die Lokomotive Kö 0128 vor der Verschrottung zu retten und sie wieder betriebsfähig zu machen. Sie erhielt die Betriebsnummer "MKB 01"

Hierzu gibt es Fotos in unserem Bilderbogen...

 Bilderbogen: Lok MKB 01

... und eine Chronik der Generalreparatur hat unser Betriebsleiter auf "Drehscheibe Online" hinterlegt.

 Vom Werden einer Kleinlok, Teil 1
 Vom Werden einer Kleinlok, Teil 2
 Vom Werden einer Kleinlok, Teil 3
 Vom Werden einer Kleinlok, Teil 4

 •  Der Bahnpostwagen "6189 Köl"

Das zweite Fahrzeug, das die MKB (nach der Lokomotive Kö 0128) erwarb, war der Bahnpostwagen "6189 Köl". Dieser Wagen hat uns einige Jahre in erster Linie als "rollendes Reisebüro" gedient, denn hier haben wir stets die Fahrkarten für unsere damals sehr beliebten Studienfahrten mit den Dampfzügen der Deutschen Reichsbahn ausgegeben. In der Tat rollte das Reisebüro aber nicht wirklich, denn damals war unsere Lok noch nicht betriebsfähig und die Gleise ließen auch keinen Bahnbetrieb zu.

Zum Thema "Bahnpost" haben wir Ihnen einen Text herausgesucht (veröffentlicht auch in "mkb-aktuell" Nr. 44), den Sie nachstehend noch einmal lesen können:

Der Bahnpostfahrer verteilt und bearbeitet Brief- und Paketsendungen in rollenden Bahn­post­wagen. Das war alles, was ich wusste über Bahnpostfahrer, als ich an einem drückend schwülen Juniabend zum Hauptbahnhof in Frankfurt fuhr. Am Mainufer stellte ich meinen Wagen ab. Pärchen flanierten umschlungen durch die Anlagen, in einem Gartenlokal saßen Männer und Frauen bei kühlem Apfelwein und scherzten und lachten. Kurz vorm Bahnhof quietschten Reifen neben mir; Bekannte wollten mich mitnehmen ins Kino.
"Geht nicht, ich muss arbeiten", sagte ich, "ein andermal vielleicht."
"Was issen das für'n Scheißjob, den du hast ?" wurde ich gefragt....

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 •  Der Stückgutwagen No2 der Zehlendorfer Eisenbahn

Die MKB erwarb im Jahr 1984 als ihr drittes Eisenbahnfahrzeug von der Deutschen Bundesbahn den Güterwagen des Typs "G 10". Dieser Güter­wagen­typ aus der deut­schen Länder­bahn­zeit wurde zwischen 1910 und 1927 in hoher Stückzahl gebaut und ist über Jahr­zehnte das typische Fahrzeug für den Stück­gut­verkehr gewesen. In allen deutschen Ländern war er unterwegs. Auch zum Per­sonen­trans­port wurde er einge­setzt, so z.B. als Truppen­trans­porter im 1. Welt­krieg.

Hier können Sie auf einer histo­rischen Foto­grafie aus dem Jahr (ca.) 1918 zwei Wagen dieses Typs an der Güter­abfer­tigung des Hafen­bahnhofs in Stettin sehen, während dort am Kai Aus­wande­rer ein Schiff besteigen. Es ist zwar nicht sicher, aber sehr wahr­schein­lich, dass diese Menschen mit den abgebildeten Güterwagen hierher gebracht worden sind. Unser G 10, der bei der DB zuletzt im Bahn­betriebs­werk Limburg als Bauzug­wagen statio­niert war, wurde nach seiner Be­schaffung durch die MKB äußerlich aufge­arbeitet und im Jahr 1988 dem Erschei­nungs­bild des ehemaligen (verschol­lenen) Stück­gut­wagens No2 der Zehlen­dorfer Eisen­bahn ange­glichen. Seitdem ist er Bestand­teil unseres Museums­wagen­parks.

Die Beschäftigung mit dem Güterwagen, dem Stück­gutver­kehr und dem Rangier­betrieb regt auch die Phantasie an... Hier haben wir einen Hörspieltext für Sie herausgesucht (auch abgedruckt in "mkb-aktuell" Nr. 45), der neben der Milieustudie des alten Berlin um 1950 eine bildhafte Er­leb­nis­darstel­lung des (erdachten) Gesche­hens auf einem Güter­bahn­hof aus der Phantasie­welt von Vater und Sohn erzählt. Auch wenn wir hier "nur" die Lektüre des Textes anbieten und den aku­stischen Genuss leider nicht ermög­lichen können: Es loht sich — ein wunderbares "Kopfkino" !

JUNGE:  Vati, ich spiele Güterbahnhof.
VATER:  Ja, das ist schön.
JUNGE:  Der Sessel, wo du sitzt, ist das Stellwerk.
VATER:  Ja, gut - lass mich mal jetzt einen Augenblick.
JUNGE:  Und das sind die Schienen. Auf die Schienen darfst du nicht drauftreten,
        sonst verwischen sie.
VATER:  Ja doch. - Was sind die Schienen ?  - Bist du verrückt geworden ?  Mit
        der Kreide auf das Gebohnerte und den Teppich !  Bei dir ist wohl eine
        Schraube locker. ...

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 •  1988: Die Ausstellung

Mit dem folgenden Abschnitt beschließen wir die Arbeit unserer "Historischen Kommission" mit einer Rückschau auf das erste wirklich öffentliche Auftreten der MKB. Nachdem wir nämlich einige Jahre mehr oder weniger im Stillen gewerkelt hatten, verließen wir im Jahr 1988 mit zwei, na sagen wir lieber: zweieinhalb Eisen­bahn­fahr­zeugen unseren Heimat­bahnhof. Der nach­folgende Bericht (ver­öffent­licht in "mkb-aktuell" Nr. 46) gibt nähere Auskunft.

Im Jahr 1838 nahm bekanntermaßen die Berlin-Potsdamer Eisenbahn ihren Betrieb auf. Dies war (drei Jahre nach der Eröffnung der Strecke zwischen Nürnberg und Fürth) die erste Eisenbahn auf preußischem Boden.

Hundertfünfzig Jahre später war die Situation der Eisenbahn in Berlin noch durch die historische Kuriosität der Teilung geprägt. Es war daher für die Ausrichter des Jubiläums im Jahr 1988 kein leichtes Unterfangen, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die nicht von vornherein den Charakter des Provinziellen tragen würde....

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 •  2004/2005 : Hundert Jahre Zehlendorfer Eisenbahn

Rechtzeitig zum 100-jährigen Betriebsjubiläum erschien unser Buch über die Goerz­bahn — mit einem ausführlichen Kapitel über die MKB.

Es ist im Buchhandel inzwischen vergriffen, aber bei uns können Sie es noch bekommen. Bei Ihrem nächsten Besuch in Schönow können Sie es erwerben.

... Leserstimmen und Leseprobe

 Meilensteine

Genießen sie hier einen stroboskopartigen Kurzeinblick in die Abfolge der wichtigsten Ereignisse in der Entwicklung der MKB.